Die Fahrt nach Wien endete für das junge Team von Head Coach Alexander Achammer mit einer bitteren 0:28 Niederlage bei den Vienna Vikings. Damit warten die Tiroler weiterhin auf den ersten Saisonsieg.
Die Vienna Vikings nutzten gleich ihren ersten Drive: Begünstigt durch eine gute Feldposition nach einem kurzen Kickoff marschierten die Gastgeber über das Feld, ehe Runningback Sandro Djukic per Touchdown die Führung erzielte. Nachdem der PAT im starken Wind vorbeigegangen war, stand es früh 0:6 aus Sicht der SWARCO Raiders Tirol.
Offensive kämpft mit Wiener Druck
Für die Tiroler endete die erste Angriffsserie schnell. Nach nur drei Spielzügen musste die Offensive ohne neues First Down wieder an die Seitenlinie. Die Defensive der SWARCO Raiders hielt jedoch dagegen, schickte die Gastgeber sofort per Three-and-Out vom Feld und holte das Ballrecht zurück. Beim zweiten Anlauf fand die Offense um Quarterback Kenyatte Allen besser in die Spur: Simon Pilger und Mateusz Patalas – mit einem starken 35-Yard-Catch – sorgten für neue First Downs und brachten die Tiroler in die Red Zone der Wiener. Dort übte die D-Line der Vikings jedoch enormen Druck auf Allen aus. Nach einem Sack musste die Field-Goal-Unit antreten, doch der 43-Yard-Versuch von Lorenz Kriwak geriet minimal zu kurz. Es blieb beim 0:6.
Nachdem die folgenden Drives beider Mannschaften in Punts mündeten, schlugen die Vikings Mitte des zweiten Viertels erneut zu. Ein Pass von Quarterback Rudolf Lee Frey auf Pavel Sevecek bedeutete den nächsten Touchdown. Nach einer erfolgreichen 2-Point-Conversion lagen die Tiroler mit 0:14 im Rückstand.
Vor der Pause bot sich den SWARCO Raiders noch eine Chance, um auf das Scoreboard zu kommen. Ein ausgespieltes Fourth Down verlängerte die Serie und brachte das Team von Coach Achammer an die Feldmitte. Allen fasste sich ein Herz und bediente Receiver Elija Heiß, der den Ball spektakulär unter Kontrolle brachte und für einen Raumgewinn von 15 Yards sorgte – allerdings musste er danach angeschlagen vom Feld. Da die Zeit unaufhaltsam ablief, ging es mit dem 0:14-Rückstand in die Kabine.
Turnover-Saga in der zweiten Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel starteten die Tiroler mit Ballbesitz, scheiterten jedoch beim Versuch, ein Fourth Down auszuspielen. Die Vikings schlugen aus der hervorragenden Feldposition prompt Kapital: Frey fand bei einem vierten Versuch Niklas Lechner in der Endzone – nach erfolgreichem PAT erhöhten die Hausherren auf 0:21. Direkt im Anschluss kam es für die Raiders noch dicker, als Philipp Pennekamp einen Pass von Allen abfing. Die Vikings starteten nach dieser Interception an der Tiroler 27-Yard-Linie. Die Raiders-Defensive hielt diesem Druck stand und erzwang einen Field-Goal-Versuch. Dieser endete in einem Broken Play, bei dem die Tiroler den Ball abfangen und weitere Punkte verhindern konnten.
Die Hoffnung auf eine Aufholjagd hielt nur kurz: Ein Big Play von Elija Heiß über eigentlich 48 Yards endete in einem Fumble, den die Wiener sicherten. Zählbares sprang für die Vikings aus diesem Drive jedoch nicht heraus. In der Folge entwickelte sich ein wildes Hin und Her, bei dem beide Teams jeweils eine Interception verbuchten. Den Schlusspunkt der Partie setzte schließlich Frey, der den Ball selbst zum Endstand in die Endzone trug. Die SWARCO Raiders Tirol mussten sich in Wien letztlich deutlich mit 0:28 geschlagen geben.