Am kommenden Wochenende reisen die RAIDERS Tirol nach Duisburg zum zweiten Saisonduell mit Rhein Fire. Um die verbliebene Mini-Chance auf die Playoffs am Leben zu halten, ist ein Sieg Pflicht.

Nach ihrer letzten Bye-Week der Saison müssen die Tiroler in den beiden verbleibenden Spielen nochmals alle Kräfte bündeln. Die Ausgangslage ist schwierig – rechnerisch ist ein Einzug in die Postseason aber noch möglich.

„Wir müssen gewinnen. Mehr Einfluss haben wir nicht mehr. Zwei, drei Teams müssen ebenfalls gewinnen, andere verlieren – aber es gibt Szenarien und die Chance ist da“, erklärt GM Football Ulz Däuber. „Ungefähr sechs Teams kämpfen um zwei Playoffplätze. Wir sind froh, dass wir noch dabei sind und zu diesem Zeitpunkt der Saison Spiele haben, in denen es um etwas geht. Aber das Wichtigste ist, dass wir uns optimal auf Rhein Fire vorbereiten.“

Auch Head Coach Jim Herrmann betont die Bedeutung eines fokussierten Auftritts: „Wie immer müssen wir geschlossen als Team auftreten und Fehler vermeiden. Auch bei der Niederlage in Madrid hatten wir einige sehr gute Plays, waren aber oft unkonzentriert. Wir haben das Spiel analysiert – am Ende sind es meist vier, fünf Plays, die den Unterschied machen. Wir wollen täglich besser werden.“

Die Tiroler gehen als Außenseiter in das Duell mit dem amtierenden Meister, konnten jedoch schon im Hinspiel mit einer geschlossenen Teamleistung überraschen.
Defensive Lineman Philipp Löffelberger freut sich besonders auf das Spiel: „Auswärts gegen Rhein Fire zu spielen ist vermutlich die größte Bühne, die es in Europa gibt. Ich habe als Kind auf einem Flohmarkt ein Rhein Fire-Jersey bekommen und erst mit der Reaktivierung der ELF gecheckt, dass ich das mein Leben lang zuhause hatte. Jetzt dort als Profi vor zehntausenden zu spielen – mit einem Verein, der nicht mal aus meiner Heimatstadt ist – das ist ein Traumszenario. Wir wollen unseren Job machen, sind hyped und geben alles, um die Playoff-Chance am Leben zu halten.“

Auch den Teamspirit hebt Löffelberger hervor: „Druck ist immer da – besonders vor so einer Kulisse. Es ist ein bisschen David gegen Goliath, aber wir haben schon gezeigt, dass wir sie schlagen können. Wir wissen, was wir können, haben eine starke Teamchemie und stehen eng zusammen. Wir sind eine Familie – das nimmt etwas Druck raus. Genau für solche Spiele spielen wir diesen Sport.“

Rhein Fire hat sich nach der Niederlage am Tivoli auch dem Nordic Storm geschlagen geben müssen, zuletzt aber zwei wichtige Siege gegen die Hamburg Sea Devils und Berlin Thunder eingefahren. Auch sie kämpfen also noch um einen Playoff-Platz.

Fest steht: Eine Niederlage am Wochenende würde das Aus für die Postseason-Träume der RAIDERS Tirol bedeuten. Die Saison wäre nach dem abschließenden Regular-Season-Spiel gegen die Cologne Centurions vorbei.