Kommenden Samstag, 19. Juli 2025, 18.00 Uhr, färbt sich das Tivoli Stadion wieder komplett in Weiß – die RAIDERS Tirol laden wie im Vorjahr zum White-Out-Game. Gegen die Munich Ravens erwartet Fans nicht nur auf den Tribünen ein Spektakel, auch sportlich steht eine richtungsweisende Partie für die Tiroler auf dem Programm. Karten gibt es hier.

White-Out-Game sorgt für Gänsehaut

Die Tradition des White-Out-Games kennt man unter anderem von College-Spielen der Penn State Nittany Lions. Sowohl die Mannschaft am Feld als auch alle Zuschauer des Spiels im Stadion tragen Weiß – von Kopf bis Fuß. Das erzeugt ein einzigartiges Bild und eine spezielle Atmosphäre, die auch in den Tiroler Alpen für Gänsehaut sorgen soll und schon 2024 ein Saisonhighlight darstellte.

Beim Aufeinandertreffen mit den Munich Ravens werden die RAIDERS Tirol wieder in einem besonderen Jersey auflaufen, das extra für dieses außergewöhnliche Spiel designt wurde. Außerdem gibt es limitiertes Merchandise – unter anderem das White-Out-Towel – und eine besondere Versteigerung der White-Out-Jerseys, die noch bis zum Spiel läuft. Wer ein Jersey ergattern kann und sich das Spiel im Stadion anschaut, bekommt das Trikot direkt nach Spielende überreicht.

RAIDERS bereit für kommende Wochen

Sportlich betrachtet liegt die Bye-Week hinter dem Team von Head Coach Jim Herrmann, die Batterien sind neu aufgeladen, um für die herausfordernden kommenden Wochen optimal gerüstet zu sein. Am Samstag wartet mit den Munich Ravens der Tabellenführer der Division South auf die RAIDERS, mit denen man gleich mehrere Rechnungen offen hat: Vergangenes Jahr setzte es eine Niederlage im entscheidenden Spiel um einen Playoff-Platz, diese Saison unterlagen die Tiroler den Münchnern zum Saisonauftakt. Seitdem sind viele Wochen vergangen und dank der starken Form beider Teams kann man von einem sehr spannenden Spiel ausgehen.

„Wir sind ein ganz anderes Team als in Woche 1. Wir haben in der Offensive unseren Rhythmus gefunden, wissen, was wir machen wollen und was unsere Stärken sind“, erklärt Offensive Lineman Jonathan Peppler. „Das haben wir in den letzten Spielen gezeigt. Daran wollen wir anknüpfen und uns einen Playoff-Platz holen.“

Vor allem der jüngste Sieg über Rhein Fire gibt dem Team zusätzlichen Aufschwung: „Gegen Rhein Fire ist es uns gelungen, als Team zu spielen – in allen Phasen des Spiels, offensiv, defensiv und in den Special Teams. Mir hat vor allem gefallen, dass die Spieler sehr viel miteinander kommuniziert haben – das sieht man als Coach sehr gern, da passieren dann in der Regel gute Dinge. Das soll sich jetzt gegen die Ravens fortsetzen“, gibt Coach Herrmann die Richtung vor.

Personell ist einiges in Bewegung gekommen – gleich fünf neue Spieler sind in den Reihen der RAIDERS begrüßt worden: Die Defensive Linemen Antonin Georg, Wolfgang Gassebener, Benedikt Dorner und Armin Husarevic rücken von den SWARCO Raiders Tirol ins ELF-Team, neu dazu kommt Linebacker Kristian Giardinieri. Defensive Tackle Stanley Aronokhale musste hingegen auf die Injured-Reserve-Liste gesetzt werden.

Ravens in bestechender Form

Die Gäste aus Bayern haben sich an der Liga-Spitze festgesetzt und zählen aktuell zu den stärksten Teams der ELF. Die Ravens haben nur eines der bisherigen acht Spiele verloren (auswärts bei den Stuttgart Surge), sind aber seit Woche 5 ungeschlagen und konnten insgesamt sieben Siege feiern. Das Team von Kendral Ellison spielt ausgeglichenen Offensiv-Football, liegt in der Pass-Statistik mit 227,1 Yards pro Spiel an sechster Stelle und hat mit durchschnittlich 186,1 Yards das drittbeste Laufspiel der Liga. Quarterback Russell Tabor warf in acht Spielen für 1.730 Yards (133/215, 61,86 %) und 22 Touchdowns bei neun Interceptions. Außerdem ist der 22 Jahre junge Spielmacher mit 411 Rushing-Yards und sieben Touchdowns eine echte Gefahr als Ballträger.

Lieblingsanspielstation des US-Amerikaners ist sein Landsmann Malik Stanley, der mit 677 Receiving-Yards den dritten Platz ligaweit belegt und bisher 47 Bälle und neun Touchdowns fangen konnte. Er ist die klare Nummer eins im Passspiel der Raben, Tight End Philip Okonkwo folgt mit 283 Yards und fünf Scores. Receiver Michael Stadler (198 Yards, zwei TDs), Runningback Justin Rodney (181 Yards, TD) sowie Receiver Ahsan Moore (175 Yards, drei TDs) folgen. Das Laufspiel teilt sich Rodney (546 Yards, vier TDs) mit Tabor auf, wobei auch Benedikt Pohler Touches bekommt und schon 248 Yards sowie drei Scores erzielte.

Defensiv erlaubt man 261,1 Yards pro Spiel (Platz zehn in der ELF), konnte insgesamt aber schon zwölf Sacks erzielen. Linebacker Dexter Fitzpatrick erzielte allein 5,5 Sacks, gefolgt von Tizian Vogl (2,5) sowie Hiswill Awuah und Joseph Darkwa, die jeweils zwei Mal gegnerische Quarterbacks zu Boden reißen konnten. Außerdem verpflichtete man mit Denis Butz einen ehemaligen, langjährigen Spieler der RAIDERS.

Die Münchner zeichnen sich 2025 durch ihren Clutch-Faktor aus – sie behalten also die Ruhe in brenzligen Situationen und können enge Spiele für sich entscheiden. Vor allem in den Erfolgen über die Stuttgart Surge und eine Woche später gegen die Madrid Bravos zeigten sie ihr Potenzial.

Auf die RAIDERS Tirol wartet also ein echter Kracher – eine Niederlage würde sehr empfindlich schmerzen, wenn man im Rennen um die Postseason nicht ins Hintertreffen geraten möchte.