Durch einen 41:29-Erfolg bei den Prague Lions feierten die Raiders Tirol den zweiten Sieg in Serie. Damit wahren die Tiroler ihre Chance auf den Einzug in die Playoffs der EFA. Mann des Spiels war Runningback Lukas Haslwanter mit vier Touchdowns.

Haslwanter bringt Raiders Tirol früh in Führung

Nachdem die erste Angriffsserie der Gastgeber schnell gestoppt wurde, übernahm die Offensive der Raiders Tirol um Quarterback Kenyatte Allen. Tim Tonko, Toni Rabensteiner und Allen selbst sorgten schnell für First Downs und führten die Tiroler tief in die Hälfte der Gastgeber. Die Prager zeigten sich druckvoll, konnten Allen sacken und die Raiders Tirol dadurch zu einem 3&21-Versuch zwingen. Allen nahm sich ein Herz und ging tief, fand an der Seitenlinie Marco Schneider, der mit einem sehenswerten Catch das First Down holte. Lukas Haslwanter schloss den Drive wenig später mit einem Rushing-Touchdown ab – 7:0 nach PAT.

Die Antwort der Lions ließ nicht lange auf sich warten: Nach einem starken Lauf und einem tiefen Pass von QB Henderson auf David Luksan standen die Tschechen in der Redzone der Tiroler. Receiver Keyon Lesane Sr. verkürzte im Anschluss auf 7:6 aus Sicht der Raiders Tirol – der PAT ging daneben. Wie schon im Hinspiel entwickelte sich ein offensiver Schlagabtausch, denn die Tiroler erhöhten sofort durch einen 59-Yard-Touchdown von Haslwanter zum 14:6.

Gleich drei Strafen (zwei Pass Interference, ein Defensive Holding) gegen die Raiders Tirol brachten die Lions bis an die 1-Yard-Linie vor. Die Goal-Line Defense versuchte alles, um Punkte zu verhindern, musste sich im vierten Versuch dann aber doch noch geschlagen geben: Adam Žouželka brach durch, eine knappe Entscheidung zu Gunsten der Lions – 14:13 zu Beginn des zweiten Viertels. Die Tiroler legten wenig später mit einem Field Goal von Jonata Loria nach – die Raiders Tirol wurden an der Goal-Line gestoppt und mussten sich mit den drei Punkten zufrieden geben – 17:13.

Raiders Tirol gehen mit Führung in die Halbzeit

Anschließend wurde die Prager Offensive gestoppt und musste punten, während die Gäste nach einem Catch von Adrian Platzgummer und einem Lauf von Haslwanter wieder in der Redzone standen. Mit seinem dritten Score des Nachmittags baute Haslwanter die Führung seiner Mannschaft einmal mehr aus – 24:13 nach PAT. Vor der Pause konnten die Prager durch Runningback Paul Breuer noch einmal am Scoreboard anschreiben, mit 24:20 ging es in die Halbzeit.

Direkt nach der Pause zündeten die Raiders Tirol das nächste Feuerwerk: Allen ging tief auf Aaron Jackson, der sich gegen seinen Verteidiger durchsetzen und so zum nächsten Touchdown einlaufen konnte – 31:20 nach PAT, der perfekte Start in die zweite Hälfte. Defensiv zeigten sich die Tiroler ebenfalls in starker Form, als man einen vierten Versuch der Lions unterband. Doch Prag schlug sofort zurück: Alexander Borković fing einen Pass von Allen ab und brachte die Lions wieder in Ballbesitz. Nach einem längeren Videostudium wurde schließlich Raiders Tirol-Offensive Lineman Ilija Krajnovic nach einem Gemenge ausgeschlossen. Die Prager nutzten den Ballbesitz zu einem Field Goal und kamen dadurch wieder näher – 31:23.

Fumble besiegelt den Sieg

Aber die Explosivität der Raiders Tirol wurde dadurch nicht gebrochen: Tim Tonko sorgte mit einem starken Lauf für das nächsten Big Play und wurde erst unmittelbar vor der Endzone gestoppt. Lukas Haslwanter vollendete den Drive mit seinem vierten Score – 38:23 nach PAT.

Das Schlussviertel wurde mit einem Touchdown von Henderson eröffnet, die anschließende 2-Point-Conversion war nicht erfolgreich – 38:29. Mit einem spektakulären Catch konnte Aaron Jackson den folgenden Drive der Raiders Tirol am Leben halten, der wenig später mit einem Field Goal durch Loria endete – 41:29.

Die Lions stemmten sich noch einmal gegen die Niederlage: Ein Touchdown wurde nach einer Holding-Strafe zurückgenommen. Die Raiders Tirol-Defense hielt stand und zwang Prag immer wieder zu neuen Versuchen. Quarterback Henderson fumbelte den Ball schließlich an der 2-Yard-Linie und die Tiroler sicherten sich das Ei. Mit nur noch zwei Minuten auf der Uhr ließen die Raiders Tirol nichts mehr anbrennen, feierten den zweiten Sieg in Folge und hielten damit ihre Playoff-Hoffnungen am Leben.