Kommendes Wochenende geht es für die RAIDERS Tirol in die Schweiz zu den Helvetic Mercenaries. Das Team von Head Coach Jim Herrmann will den Schwung aus dem knappen Sieg über die Madrid Bravos mitnehmen.

„Solche Spiele will man sehen – jeder hat seinen Job beim letzten Defensiv-Play gemacht. Das ist für mich das Wichtigste. Wir haben aber offensiv noch ein paar Sachen zu verbessern. Ich bin sehr  glücklich, wie das letzte Spiel ausgegangen ist“, erklärt der Coach. 

Defensive Back Milan Faby ergänzt: „Für solche Momente spielt man das Spiel. Wir konnten Selbstvertrauen tanken, vor allem nach dem Wien-Spiel. Es ist wichtig, dass wir gegen die Mercenaries eine gute Leistung zeigen. Wir fokussieren uns auf unser Spiel – wenn unsere Offensive ins Rollen kommt, können wir auch scoren.“

Definitiv fehlen wird Richard Weber, der sich gegen Madrid verletzte: „Er wird diese Woche operiert. Ich spreche täglich mit ihm, er ist guter Dinge. Richard ist ein Leader des Teams und wir vermissen ihn auf und abseits des Feldes. Leider passieren solche Dinge im Football, aber er ist mental sehr stark!“, analysiert Herrmann.

Neuer Quarterback bei Mercenaries

Im Hinspiel konnten sich die Tiroler deutlich mit 44:6 durchsetzen. Die Schweizer warten in der aktuellen ELF-Saison noch auf den ersten Sieg, hatten letzte Woche mit 14:58 gegen die Munich Ravens deutlich das Nachsehen. „Wir müssen endlich ein komplettes Spiel abliefern. Langsame Starts und unnötige Ballverluste dürfen uns nicht mehr passieren. Unsere Verteidigung ist deutlich stärker als das, was sie zuletzt zeigen konnte – aber sie braucht auch bessere Voraussetzungen. Wir müssen in allen Bereichen konstanter und effizienter werden“, meint Helvetic-Sportdirektor Jeremy Bryson. 

Auch bei den Schweizern schlug der Verletzungsteufel zu: Quarterback Isaiah Weed fällt mit einer Rippenprellung voraussichtlich vier Wochen aus, weshalb mit Josiah Norwood ein neuer Spielmacher auf dem Feld stehen wird. Norwood spielte letzte Saison bei den Wroclaw Panthers, kennt die ELF also schon gut. Er gilt als vielseitiger Spieler, der durch seine Athletik auch als Receiver überzeugen konnte. 

Die RAIDERS Tirol wollen dem neuen Mann keinen Raum zur Entfaltung geben und mit einem Sieg weiteres Selbstvertrauen für die herausfordernden kommenden Wochen aufbauen.