Die SWARCO Raiders Tirol müssen weiterhin auf den ersten Saisonsieg in der Spielzeit 2026 warten: Vor 570 Zusehern setzte es in einem Offensivspektakel eine 34:48-Heimniederlage gegen die Vienna Knights im Nachtragsspiel von Woche 1.

Die Gäste starteten mit ihrer Offensive in die Partie und konnten von Beginn an einen Rhythmus etablieren. Knights-Quarterback Chad Jeffries führte sein Team über das gesamte Feld und konnte schlussendlich seinen Receiver Maximillion Fine in der Endzone freispielen, was eine schnelle Führung bedeutete – 0:7 nach erfolgreichem PAT durch Lisa-Marie Tritscher.

Die Antwort der Tiroler blieb vorerst aus; die Defensive der Wiener stoppte SWARCO Raiders-QB Kenyatte Allen und seine Mitspieler frühzeitig. Umgekehrt bescherte ein verunglückter Punt der Hausherren den Hauptstädtern eine vorteilhafte Ausgangsposition für die nächste Angriffsserie. Nach einigen kurzen Pässen und einem starken Lauf von Runningback Mathias Lechner bis kurz vor die Endzone war es Simon Kalkhofer, der mit dem nächsten Touchdown die Führung ausbaute – 0:14 aus Sicht der SWARCO Raiders.

Knights dominieren erste Halbzeit

Im zweiten Viertel versuchten die Tiroler das Spiel an sich zu reißen und spielten knapp über der Feldmitte einen vierten Versuch aus – die Knights zeigten sich jedoch hellwach und stoppten die Angriffsserie. Wenig später ging Jeffries tief und fand in Michael Schachermayer einen Abnehmer für seinen Pass in der Endzone – wieder Touchdown für die Knights, 0:21 nach PAT.

Die Tiroler konnten anschließend durch Elija Heiß ordentlichen Raumgewinn verzeichnen, ehe Simon Pilger wenige Plays später beinahe einen 40-Yard-Touchdown erzielt hätte: Der Receiver wurde gerade noch an der 1-Yard-Linie zu Boden gebracht. Runningback Fako Neille Tindo übernahm und verkürzte mit seinem Touchdown auf 7:21. Die Knights ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und antworteten postwendend mit einem weiteren Score durch Maximillion Fine. Eine halbe Minute vor der Halbzeit erhöhte Niels Weber zudem einmal mehr – 7:34 lautete der Pausenstand.

Moral und Kampfgeist nach der Pause

Die zweite Hälfte begann mit Ballbesitz für die SWARCO Raiders Tirol, die auch gleich einen starken Drive aufs Feld brachten und durch Runningback Tindo zum zweiten Touchdown des Abends kamen – 14:34. Anschließend hätten die Tiroler die Wiener beinahe zum Punt gezwungen, allerdings verlängerte eine „Running Into The Kicker“-Strafe den Drive für die Gäste. Florian Huber wurde kurz darauf von Jeffries bedient – 14:41 gegen Ende des dritten Viertels.

Das Schlussviertel wurde mit einem sehenswerten Touchdown von Simon Pilger eröffnet, der damit auf 20:41 verkürzen konnte. Doch die Knights spielten ihr Spiel unbeeindruckt weiter herunter und kamen durch den zweiten Touchdown von Florian Huber zu weiteren Punkten – 20:48 nach PAT und mit sechseinhalb Minuten auf der Uhr. Es ging hin und her: Die Tiroler zeigten Kampfgeist und belohnten sich mit Touchdowns durch Elija Heiß und erneut Simon Pilger, wodurch man auf 34:48 herankam. Ein anschließender Onside-Kick gelang zwar noch, doch weitere Punkte blieben aus. Trotz der Aufholjagd in der zweiten Halbzeit müssen die Tiroler damit weiterhin auf ihr erstes Erfolgserlebnis der Saison warten.

Stimmen:

Alexander Achammer, Head Coach SWARCO Raiders Tirol: „Wenn man in der ersten Halbzeit schläft, ist es sehr schwer, wieder rauszukommen. Ein Footballspiel hat vier Viertel – wenn man davon nur zwei spielt, wird man es vermutlich nicht gewinnen. Aber am Ende des Tages bin ich stolz auf die Jungs, weil sie bis zum Schluss alles gegeben und nicht aufgegeben haben.“

Ivan Zivko, Head Coach Vienna Knights: „Die erste Halbzeit war schon wegweisend: Die Offense hat in jedem Drive gescored, die Defense hat die sehr explosive Offense der Raiders auf sieben Punkte gehalten. Wir haben in der zweiten Halbzeit gewusst, dass es schwierig ist, dieses Momentum aufrechtzuerhalten, aber am Ende des Tages hat es dann ausgereicht. Die Raiders sind so eine angenehme Truppe, ich glaube, die werden heuer noch einige überraschen. Das wird ihnen zwar jetzt nicht helfen, aber Hut ab, darauf kann man aufbauen. Wir werden jetzt einmal ausschlafen und das Beste tun, um gegen Prag eine gute Leistung zu bringen.“